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Von der "Obersten Kaisermühle" zur Pension

Gleich neben dem Ehrenbreitsteiner Schützenplatz und gegenüber dem bekannten Weingut Wagner, dort wo  das Mühlental immer noch am engsten ist, befand sich von ca. 1676 bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges die so genannte "Medersmühle".

 

Hier begann in der damaligen "Eselsbach" - wie man ursprünglich den "Mühlengrund" und dann endgültig das heutige Mühlental nannte-  der Stadtbereich Ehrenbreitsteins.

Somit hatte dieses Mühlengebäude, welches im Gegensatz zur "Unteren Kaisermühle", der späteren Pallottinermühle, die Bezeichnung "Oberste Kaisermühle" bekam, Ehrenbreitsteins Hausnummer 1.

Wer alles in dieser Mühle wohnte, die man zeitweise auch "Mühle am Phlilips Wäldchen" nannte und wem sie über die fast 250 Jahre ihres Bestandes gehörte, ist weniger bekannt. Man weiß aber, dass sie 1883 vom bisherigen Besitzer, Anton Meder, an einen Herrn namens Simon Clemens verkauft wurde.

Dieser ließ  die Mühle in eine Schneidemühle für Furniere und Korkstopfen umbauen. Später wurde sie als "Krefelder Furniermühle" bezeichnet, weil sie dann einer Bank aus Krefeld gehörte.

Um 1890 war sie eine Obstgeleefabrik und gehörte dem Marmeladenfabrikanten J. Adorff. Dieser verkaufte den altersschwachen Mühlenbau, welcher bei jedem starken Unwetter sehr unter den Wasser- und Geröllmassen des Mühlbaches zu leiden hatte, an einen Wilhelm Kessler aus Wesel, der im Jahre 1912 die Mühle an  Dr. Spickermann aus Bonn veräußerte.

Einige Jahre leerstehend, ließ Dr. Spickermann die Mühle bis zum Erdgeschoss abbrechen, um sich dann auf das uralte Kellergeschoss der Mühle ein herrschaftliches Haus errichten zu lassen. Im Kellergeschoss des Hauses kann man übrigens heute noch den Ursprung der uralten Mühle erkennen.

Das Haus blieb dann jahrzehntelang im Familienbesitz und wurde schließlich von Cornelia Finzler als Wohnhaus und Pension genutzt.


 

Im August 2010 verstarb Frau Finzler. Seit dieser Zeit wird die Pension von der Tochter Cornelia Finzler derzeit kommissarisch weitergeführt.

 

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